Obwohl es mir im Pub so gut gefallen hat, bin ich nach 6 Wochen wieder zuruecj nach Perth... und mache jetzt mal wieder Urlaub sprich reisen...
Ich war selbst ueberrascht wie sehr ich die Leute aus Three Springs vermisse... und auch die "Grossstadt" Perth war ein regelrechter Kulturschock. Wer haette das gedacht?!
Zurueck in der "normalen" Welt konnte ich dann erst mal ein paar Tage bei Freunden aus Three Springs bleiben.. mal in einem echten (und total verruempelten) australischen Haus wohnen... war leider etwas ausserhalb von Perth, in Rockingham, aber dafuer fast direkt am Strand.
Zufaellig hatte Vicki fast zur gleichen Zeit aufgehoert zu arbeiten und wollte die gleiche Tour in den Suedwesten machen, weshalb wir dann mal wieder zusammen gereist sind. Und vicki hatte schon einen tollen Plan gemacht mit Zwischenstops und allem und das hab ich dann einfach mal nachgemacht..danke Vicki!
Unser erster Stop war in Dunsburough, ein ganz netter aber nicht wirklich spannender Ort. Dafuer war dass Hostel echt direkt an einem strand mit perfektem blauem Wasser und die Hostelbesitzer haben noch eine kleine Tour mit uns gemacht und uns die Gegend gezeigt. Naja, nach zwei Tagen Strand sind wir weiter nach Margaret River, durch ein bekanntes Weinanbaugebiet. Haben auch einige Wineries besucht, wo man natuerlich verkosten konnte.. und ein Distillery (Schokoladenlikoer! ).. und eine Kaesefabrik (oder wie das auch immer heisst) und ein Schokoladenfabrik (ja, wir haben VIEL Schokolade "verkostet")...
Wir haben den Strand gesehen, wo sich Indian und Southern Ocean treffen (sorry weiss die deutschen Namen nicht).
Wir waren beim Gloucester Tree bei Pemberton, ein ca 60 m hoher Karri Tree auf den man drauf klettern kann!! Die Aussicht sind, nun ja, noch mehr Baume, aber es hat auf jeden Fall Spass gemacht und ist nicht so gefaehrlich wie es vielleicht klingt. Tatsaechlich sind dort erst 3 Leute getorben und zwar ein Selbstmoerder und 2 fette Amerikaner an Herzinfarkt...
Dann haben wir in Walpole den Tree Top Walk gemacht, eine Art "Weg" aus Bruecken wo man halt so auf der Hoehe der Baumkronen langlaeuft... ziemlich hoe Baeume uebrigens und es war sowieso mal wieder schoen, so richtige Baue zu sehen
Dann waren wir 2 Naechte in Albany, was relativ gross ist und ein sehr interessantes Museumsschiff hat.
Am naechsten Tag haben wir die Stirling Ranges gesehen und sind auf den Bluff Knoll gestiegen.
Nach einer Nacht in Esperance schliesslich das absolute (wenn auch ungeplante) Highlight der Tour: Delphine!!!!
An einem strand der schon an sich ziemlich perfekt war und den wir auch fuer uns alleine hatten... und die Delphine waren dort einfach so, offenbar aus Spass und Neugierde und nicht wie in anderen Orten wie Monkey Mia mit Futter angelockt und als Touristenattraktion. Sie haben sich deshalb auch total anders verhalten, waren richtig verspielt, sind in den Wellen "gesurft" und gesprungen und haben mit ihren Flossen rumgewedelt... es war einfach irre und dann sind wir irgendwann auch ins Wasser geganen und sie sind nicht mal weggeschwommen. Im Gegenteil, sie kamen sogar neugierig angeschwommen, immer sicherheitshalber in kleinen Gruppen bis auf 2 m!! Wir standen einfach nur da und haben gestaunt und keiner konnte es so richtig fassen... es war so schoen und so unglaublich.... ja, ich hoer schon auf, ich weiss dass ich schon ein paar von euch am Telefon damit genervt habe. Aber es ist sowas was man einfach Nie vergisst!! und ihr koennt euch vorstellen wie wir danach alle aufgeregt durcheinander geredet oder einfach nur mit breitem Grinsen im Bus gesessen haben
Das konnte danach natuerlich nichts mehr toppen. Trotzdem, die riesige Mine in Kalgoorlie (Super Pit, 400 m tief) war echt beeindruckend...
Tja, jetzt sind wir wieder in Perth. Irgendwann naechste Woche werde ich wahrscheinlich mit em Zug nach Adelaide fahren und dann weiter nach Melbourne und Tasmanien...

1 Kommentar 2.3.07 04:21, kommentieren

Three Springs

Ich arbeite jetzt in einem Hotel/Pub/Restaurant in einem kleinen Kaff namens Three Springs, so 5 h Fahrt von Perth nach Norden. Bin eigentlich nur hergekommen, weil ich in Perth keinen Job gefunden habe, aber jetzt bin ich total froh, dass es sich so ergeben hat!
Ich war mir zuerst gar nicht sicher, ob es was fuer mich ist, hinter der Bar zu arbeiten, aber es ist super! Die Leute die hier in den Pub kommen (halt die Ortsansaessigen - ueberwiegend Truckfahrer, Schadscherer und Minenarbeiter ), sind alle total nett und es ist eine richtig gute Atmosphaere. Sie waren auch sehr geduldig, als ich hier alles erst mal lernen musste... Jedes Getraenk hat irgendwie 10 Namen und man muss sich moeglichst noch merken, wer welches Bier trinkt, damit man ganz schnell nachschenken kann. Gleichzeitig muss man noch am Telefon Buchungen fuers Hotel annehmen oder andere Bestellungen (man kann auch Essen zum Mitnehmen bestellen). Ausserdem kann man hier Sportwetten machen (hauptsaechlich Pferde- und Hunderennen), so dass man staendig zu diesem Automaten rennen muss und Geld ausgeben (oder meistens eher einnehmen). Das muss man staendig im Auge behalten, weil die Leute sonst ihre Wetten verpassen und sauer sind...
Meistens ist es aber nicht sehr stressig und man kann sich zwischendurch hinsetzten und lesen oder fernsehen, wenn keiner da ist Es ist auch nicht wirklich zu vergleichen mit Bars in Deutschland oder aucheinfach in groesseren Staedten. Es ist mehr so ein Treffpunkt, es kommen auch Leute mit Kindern her, wir machen spaetestens um 12 zu... (Gerade am Ende kann sich oft noch ein paar Drinks spendieren lassen )
Ich will insgesamt 6 Wochen hier bleiben und es ist eine echt schoenes Gefuehl, mal wieder so wo hinzugehoeren und zu wissen, das man die Leute richtig kennen lernen kann.
Was auch ganz gut ist, ist, dass mal nicht alles voller Deutsche ist. Hab hier bisher erst 2 getroffen, und der eine meinte, er haette deutsch schon fast verlernt...

Ich hab jetzt irgendwie keine Lust, noch ewig zu beschreiben, was ich vorher gemacht habe...und es steht ja auch auf Vickis Seite. Nur so viel: hab in Exmouth dann doch beschlossen, einen Tauchkurs zu machen (bzw. Vicki hat mich ueberredet) und es war einfach genial! Es war viiiiiel besser als mein Tauchgang an der Ostkueste und ich will unbedingt wieder tauchen gehen. Weihnachten waren wir dann immer noch in Exmouth, was ganz gemuetlich war, aber gar nicht wie weihnachten und dann auch ziemlich langweilig. Danach sind wir mit der Tour weiter die Westkueste runtergefahren, was sehr schoen war.
Sylvester waren wir in Peth und dass war eher ein Reinfall: die Bottleshops waren schon zu, sodass wir nicht mal was zum Anstossen hatten, und die Bars haben alle schon um 1 oder ao zugemacht... Dafuer haben wir ein richtig tolles Feuerwerk gesehen. aber alles in allem war es kein so gelungenes Sylvester

2 Kommentare 18.1.07 08:04, kommentieren

Ja, mich gibts immer noch...

Ich muss zugeben, dass ich "etwas" schreibfaul geworden bin... ist aber in der Zwischenzeit auch nicht sooo viel passiert, weil ich viel arbeiten war.

Zuerst war ich in einem Mangoshed in Katherine. (ein paar 100 km suedlich von Darwin) Die Arbeit war ganz gut bezahlt, denkbar einfach und meistens nicht sehr anstrengend. Aber irre langweilig, Fliessbandarbeit halt... Den ganzen Tag am Band stehen (was nach ein paar Tagen schon unangenehm wird) und Mangos in Kisten packen. Und Aufkleber drauf machen. Manchmal 6 Mangos in eine Kiste, manchmal 23... und verschiedene Aufkleber... ok, klingt trotzdem nicht spannend.
Aber immer noch besser als Sortieren, wo man den ganzen Tag nur die Mangos auf so rotierenden weissen Rollen sieht und entscheiden muss, ob sie First Grade sind oder nicht. Dort wurde ich dann zum Glueck wieder weggeschickt, weil ich angeblich zu viel gequatscht habe...
War also ganz ok, aber nach 10 Tagen hab ich eine Mandelentzuendung bekommen, wahrscheinlich von der ziemlich heftigen Klimaanlage im Shed. Ich lag dann ein paar Tage mit Fieber im Bett (in einem Raum mit nicht besonders toller Klimaanlage...), aber ich hatte immerhin ein Einzelzimmer mit eigenem Bad - Glueck im Unglueck. Und die Krankenkasse hat tatsaechlich die stolze Praxisgebuehr von 55 $ bezahlt

Danach wollte ich nicht wirklich dort weiter arbeiten. Stattdessen hab ich mich in Katherine mit Vicki getroffen und seitdem reisen wir zusammen! Es tut echt gut, mal wieder mit jemand zusammen zu sein, den man "richtig" kennt. Aber es ist auch schwierig, sich nach ein paar Monaten allein so umzustellen...alles zu zweit zu entscheiden....

Wir haben ein Kanutour in Katherine Gorge gemacht, ein eher gemischtes Vergnuegen, weil unser Kanu staendig zur Seite gedriftet ist und die paar km sehr, sehr anstrengend waren...
Dass man das Kanu zwischendurch ueber Felsen tragen musste, klang sehr lustig und abenteuerlich, hat aber auch nicht wirklich Spass gamacht. dafuer war die Landschaft echt
toll.

Dann sind wir nach Kununurra weiter gefahren, wo wir uns voller Optimismus fuer eine 3-Tages-Kanutour vom Lake Argyle zum Lake Kununurra entschieden haben. Und es hat sich gelohnt! Das Kanu war viiiiel besser (wie bestaetigend ) und die Landschaft dort (im Kimberley) ist echt der Hammer. Zum Teil hohe Berge, Felswaende, Gorges... und die Stroemung hat am Anfang auch noch geholfen, sodass wir in 3 Tagen 50 km gepaddelt sind..mit vielen (Bade)Pausen.
Im Tourpreis war auch die ganze Ausruetung mit drin... Mozzydorm, wasserdichte Bahaelter, Kocher, Geschirr,.... aeh, und das Kanu.
Am tollsten war, dass man dort mitten in der Wildnis ist, alles fuer sich hat... Was ein richtig gutes, total entspannendes Gefuehl ist. Ich hab mich selten wo so wohl gefuehlt
Wir haben nur 5 andere Boote gesehen, aber viele Voegel und sogar ein Suesswasserkrokodil.

Danach wollten wir nochmal arbeiten und haben auf einer Sandelholzfarm angefangen, Unkraut wegzumachen... Dort hab ich dann vor einem heftigen Regenguss mein Handy auf dem Feld verloren. Es lag 3 Tage draussen und ich hatte es schon abgeschrieben, aber dann hat es jemand gefunden und es funktioniert noch!
Zwischendurch wurde ich dort aber rausgeschmissen, angeblich, weil ich zuviel rumgelaufen bin. Naja, es waren 46 Grad und man muss ja mal was trinken... Offenbar wollten sie Leute loswerden, wie man in den naechsren Tagen gesehen hat.
Hab mich dann am naechsten morgen ganz normal 4.30 am vors Hostel gesetzt und hab einfach beim Bus von einer anderen Farm gefragt, ob ich dort arbeiten kann. Dort durften wir viel trinken (8-10 l am Tag). Wir konnten kleine Baume pflanzen (war zuerst etwas kompliziert, sich die ganzen Namen zu merken. Sandelholz waechst als Parasit und aht etliche Wirtspflanzen, die in bestimmten Abstaenden und in einer bestimmten Reihenfolge wachsen muessen...)
Dann konnten wir Unkrautbekaemfungsmittel verspruehen, also einfach hinter einem Traktor herlaufen und halt moeglichst nicht aufs Sandelholz spruehen. Bloss bloed, dass das Unkraut oft hoeher war als man selbst. Dafuer durfte man auch abwechselnd Traktor fahren, also eigentlich nur drin sitzen und aufpassen, dass man keine Baeume platt faehrt.
War etwas schlechter bezahlt als auf der anderen Farm, aber nicht so anstrengend und langweilig.

Nach 2 Wochen haben wir und zum Abschluss noch einen Rundflug ueber die Gegend dort und die Bungle Bungles gegoennt...echt Wahnsinn. Wir haben den riesengrossen Lake Argyle gesehen und vor allem auch die Strecke, wo wir mit dem Kanu langgefahren waren...

Als naechstes sind wir nach Broome. Dort gibt es nicht viel zu sehen oder zu tun, aber wir waren im indischen Ozean baden und haben beim Sonnenuntergang einen Kamelritt am Strand gemacht. Das war echt lustig, weil Kamele so hin-und herschaukeln (weshalb man sie "ships of the desert" nennt)..

Jetzt fahren wir mit dem Bus die Westkueste runter. Eigentlich ein Hop on-Hop off-Bus, faehrt aber wegen der Wet Season nur 1 mal pro Woche. Und eine Woche will man dann in den Orten hier doch nicht bleiben. Dafuer ist das ganze aber wie eine Art Tour, das heisst, man kommt auch an die Orte, an die man sonst nur mit eigenem Auto kommt. Wir waren am 80-Miles-Beach, ein Traumsrtand, wo wir wegen Seeschlangen und Haien und Stachelrochen und gefaehrlicher Stroemung nicht baden durften. Dafuer haben wir kiloweise Muscheln und Seesterne und Seeigel gesammelt.
Dann haben wir auf einer Cattle Station uebernachtet, wo zufaellig gerade jemand Geburtstag gefeiert hat - das heisst, kostenlosese Barbecue und Bier fuer uns! Dann konnt man noch ein riesengrosses Buschfeuer beobachten..
Am naechsten Tag waren wir im wunderschoenen Karijini National Park, wo wir eine lange Wanderung gemacht haben, in Wasserloechern und Wasserfaellen baden waren... und sind an dem Tag 1100 km gefahren (nis Exmouth).Gestern waren wir im Cape Range National Park schnorcheln und haben sogar Schildkroeten gesehen! Hier wollen wir jetzt eine Woche bleiben und tauchen und schnorcheln gehen. Und nachher erst mal an den Strand... Hier ist es zum Glueck nicht mehr so heiss. Trotzdem aber gar nicht weihnachtlich, mit Palmen und Emus ueberall. Aber wir haben einen Adventskalender!

15.12.06 05:48, kommentieren

Jetzt hab ich fast meiin ganzes Geld dafuer ausgegeben, nach Darwin und in den Kakadu National Park zu fahren anstatt meine Route wie geplant weiter zu machen. Und es hat sich gelohnt! bin gestern aus Kakadu zurueckgekommen und es war soooo toll!!!!
War trotz einiger Zwischenfaelle die beste Tour, die ich bis jetzt gemacht hab. Lag erst mal daran, dass die Gruppe richtig cool war und verhaeltnismaessig klein (15 Leute.) Dumm nur, dass von denen 10 deutsch waren Unter anderem noch 6 Maedchen, die auch gerade Abi gemacht hatten...
Am ersten Tag haben wir eine Bootstour gemacht, auf der man Voegel und Krokodile beobachten konnte. Dann haben wir vom Fog Damm, wo man ueber ein riesiges Feuchtgebiet sehen kann, noch mehr Tiere beobachtet. (Hab mir natuerlich praktisch keinen von den ganzen englischen Namen gemerkt)
Am Abend haben wir einen Ort namens Ubirr besucht, wo man Felsmalereien von den Aborigines sehen kann. Ich muss zugeben, dass mich Felsmalerei vorher nie so besonders vom Hocker gerissen und ganz bestimmt nich nach Darwin gelockt hat, aber es war echt beeindruckend. Am besten fand ich eigentlich, dass man anhand der Darstellungen von Nahrung und Jagdmethoden ablesen kann, wie sich das Klima hier ueber bis zu 50 000 Jahre hin veraendert hat. (Zum Beispiel liest man aus Bildern von Bumerangs, dass hier ganz frueher so eine Art Wueste war und nicht so viel Wald wie jetzt. Spaeter war das Land teilweise von Salzwasser ueberflutet, was man an den Darstellungen von Meerestieren erkennt... das erste Mal in meinem Leben hat mich sowas wie Klima und Geologie tatsaechlich interessiert!)
Tja, am 2. Tag sind wir um 5 aufgestanden, um zu den Twin Falls zu fahren. Unser Bus war 4WD, also Allradantrieb, weil man sonst nicht ueberall hinkommt und weil es soweiso viel mehr Spass macht. Naja, als wir dann eine Weile ueber eine achterbahnmaessige Strasse gehoppelt und alle sehr gut gelaunt waren, hat ein Stein in einer 80 cm tiefen Pfuetze leider den Benzintank aufgerissen. Der Tour Guide hat dann (meiner Meinung etwas langsam, wenn man bedenkt, dass es ein National Park und Welterbe und ... war) das meiste Benzin in Plastikkanistern aufgefangen und wir haben auf den naechsten Bus gewartet. In dem konnte der Guide dann zurueck zum Camping Platz fahren und Bescheid sagen. (war ja kein Handy-Empfang). Man konnte das leider nicht reparieren, so dass wir auf einen neuen Bus aus Darwin warten mussten, was tatsaechlich (warum auch immer) den ganzen Tag gadauert hat. Nachdem wir 2 h im Wald gewartet hatten, hat uns ein Bus von einer anderen Gruppe abgeholt und bei den Jim Jim Falls abgesetzt, was nicht so weit war. Dort haben wir dann den ganzen Tag gewartet, was aber nicht so schlimm ist, wie es klingt. Es kommt zwar wegen der Trockenzeit fast kein Wasser runter, aber ein bisschen Wasser ist noch da und bildet so eine Art Pools, die einfach unglaublich schoen sind! Ich koennte mir echt keinen besseren Platz vorstellen, um dort einen Tag zu verbringen. Wir waren beim Pool direkt unter dem Wasserfall, wo noch ein bisschen Wasser runtertropft und der von riesigen Felswaenden umgeben ist. Das Wasser ist unglaublich klar, man kann bestimmt 6-8 m tief sehen... Man kann von den Felsen reinspringen und sowieso ewig nur alles anstaunen....
Naja, am naechsten tag sind wir dann frueher aufgestanden, um wenigstens noch ein bisschen was vom Programm zu schaffen. Wir haben die Twin Falls gesehen (konnten aber nicht draufsteigen) und riesige Termitenhuegel undeinen Ort namens Maguk (wieder ein Wasserfall und kleine Felsenpools... es gab zum Beispiel so einen kleinen pool, so 2-3 m im Durchmesser, wo man reinspringen konnte und dann durch ein Loch im Felsen raustauchen musste...
Am Tag vor der Tour war ich auf einer Tour im Litchfield National Park und haben - was wohl - noch mehr Wasserfaelle und Termitenhuegel gesehen. Und haben eine "Jumping Croc Cruise" gemacht, wo aus dem Boot raus Krokodile gefuettert werden, indem man sie nach Fleischbrocken an einer langen Stange springen laesst... Ich haette nie gedacht, dass sie erstens so riesig sein koennen (die sehen dann echt aus wie Drachen) und dass sie dann auch noch so schnell und so hoch springen koennen...
Vom Weg von Alice nach Darwin gab es nicht so viel zu sehen, aber wir waren bei den Devils Marbels (ein ziemlich grosses Gebiet, das mit runden Felsbrocken bedeckt ist) und bei einem Thermalpool und einer schoenen Quelle ("Rainbow Spring") und ein paar mehr Wasserfaellen...

Nachdem ich jetzt also mal richtig Ferien gemacht hab, muss ich wieder arbeiten. Weil ich hier schnell wieder weg will, werde ich wohl wieder Fruit Picking machen (Mangos, in der Naehe von Katherine). Das ist aber ganz gut bezahlt mit 16 $ pro Stunde und die Unterkunft ist frei.
Wahrscheinlich fahr ich morgen dorthin und ich weiss nicht, ob ich dort Handyempfang und Internet hab...

26.10.06 07:25, kommentieren

Uluru!!!!!!!

Ich hab den Ayers Rock gesehen! Bin jetzt seit einer Woche in Alice Springs und hab gleich am Anfang so eine 3-Tages-Tour gemacht, die sich defintiv gelohnt hat. War mindestens genauso toll wie die Segeltour, auch wenn es ja nur um einen "Felsen in der Wueste" geht... Aber erstens waren die Leute viel besser, und das ist ja irgendwie das wichtigste.
Und dann haben wir auch viel mehr gesehen als den Uluru.
Am ersten Tag waren wir auf einer Kamelfarm und sind dann zum Kings Canyon gefahren, der allein eigentlich schon eine Tour wert waere, von dem man aber irgendwie nie was hoert... Wir waren wandern und unterwegs in einem Wasserloch baden Von dem grossen Wasserfall, der da manchmal sein soll, war nichts zu sehen, es war zu trocken...
(Heute morgen hat es hier allerdings geregnet, zum ersten mal seit ueber 3 Monaten - was fuer eine Ehre. Und jetzt ist es ziemlich kalt... aber ich fahre ja bald nach Darwin).
Uebernachtet haben wir nicht in Zelten, sondern in sogenannten Swags - so eine Art Schutzhuelle fuer den Schlafsack, damit man auch die Sterne sehen kann... Die waren auch echt toll, aber als ich sie mir noch gar nicht so richtig angesehen hatte, kam der Mond raus, und in der zweiten Nacht wares bewoelkt...

Am zweiten Tag waren wir dann bei den Olgas, oder Kata Tjuta (die Aborigines, die dort leben - die Anangu - haben es lieber, wenn man ihre Woerter dafuer benutzt). Ich fand die Bilder davon immer seltsam bis komisch, weil es halt ein Haufen runder Felsen ist. In Wirklichkeit waren sie dann aber viel groesser, als ich gedacht hatte, und auch viel beeindruckender...
Dann haben wir uns den Sonnenuntergang beim Uluru angesehen. Als wir am Aussichtspunkt ankamen, fand ich es schon doof, dass dort ein anderer Reisebus war. Bald waren es aber 20 und dann 30 ... Ziemlich schnell war alles voll mit riesigen Buffets (man kann "Sunset Dinners" beim Ayers Rock buchen). Ihr koennt euch die fetten, faulen Touris vorstellen, die sowas machen... und die haben sich dann tatsaechlich mit Klappstuehlen direkt vor unsere Nasen gesetzt. Und waren ernsthaft veraergert, als wir ihnen mitgeteilt hatten, dass wir auch was vom Ayers Rock sehen wollen. Als dann schon dachte, dass ein Ort wohl kaum schlimmer von Touristen verseucht sein koennte, kamen dann auch noch Hubschrauber und kleine Flugzeuge, die "Scenic Flights" anbieten. Also ein gemischtes Vergnuegen.
Etwa eine Minute nach Sonnenuntergang waren sie zum Glueck alle wieder weg, weil die meisten ja an dem Abend wieder nach Alice Springs zurueck mussten.

Beim Sonnenaufgang war es dann natuerlich weniger ueberfuellt Um jetzt mal zum Ayers Rock zu kommen, muss ich sagen, dass ich echt beeindruckt war, viel mehr, als ich erwartet hatte. Auch wenn man den Felsen nur von weitem sieht, hat er eine unglaublich starke Ausstrahlung... Man kann es vielleicht damit vergleichen, wenn man einen beeindruckenden Raum betritt, zum Beispiel eine riesige Kirche, die auch so eine Ruhe und Kraft ausstrahlt. Bloss dass es natuerlich kein Raum ist und auch viel staerker. Hat also seinen Grund, dass der Uluru so beruehmt ist, und man muss auch kein durchgedrehter Esoteriker sein, um zu verstehen, warum und warum es ein heiliger Ort ist. Natuerlich hat das nicht alle aus unserer Reisegruppe davon abgehalten, drauf zu klettern. Manche sind auch so schnell unten rumgelaufen, dass sie die Felsmalereien nicht gesehen haben, abgesehen von irgendeiner Ausstrahlung. Wie doof kann man eigentlich sein?!

Was Alice Springs betrifft, war ich ziemlich enttaeuscht. Ich hatte eine Stadt erwartet, aber das trifft es nicht wirklich. Allein, dass an jeder Ecke ein Hinweisschild nach Darwin steht (ohne Kilometerangabe ), zeigt, dass man im Nichts ist...
Ich war hier im Desert Park, im botanischen Garten und in der Baby Kangaroo Recue Station. Das war richtig niedlich und ich hab mir auf jeden Fall die Zeit vertrieben.
Morgen fahre ich dann in einer 3-Tages-Tour nach Darwin und dort zum Kakadu National Park und zum Litchfield National Park. Und dann muss ich natuerlich wieder arbeiten.
Aber vorher kann ich noch ein paar mal im Swag uebernachten und die Sterne sehen...

2 Kommentare 16.10.06 03:24, kommentieren

Habs jetzt endlich mal wieder geschafft, mich auf diesem Computer ins Internet einzuloggen. Wusste gar nicht, wie gut unser Computer zu Hause ist!
Also kann ich jetzt ein bisschen von meinem Leben auf der Insel berichten...
Hab am Abend, bevor ich hierher gefahren bin, in meinem hostel einen Jungen kennengelernt, Phillipp, der auch aus Berlin ist, auch gerade Abi gemacht hat und jetzt auch hier arbeitet. Deshalb sind wirdann natuerlich zusammen hierher gefahren und es ist auch ganz schoen, mal nicht alleine irgendwo anzukommen...
Mein "Hauptjob" hier ist Housekeeping, also Putzen, auch wenn ich eine schicke laminierte ID-Karte bekommen habe auf der "Room Attendant" steht. Ich muss also die Hotelzimmer putzen, natuerlich jede Menge Badezimmer und Klos und in jedem Raum auch Betten machen und manchmal ein bisschen aufraeumen.
Das ganze ist ziemlich anstrengend, vor allem wegen dem ganzen buecken (na, wer von euch hat schon mal an einem Tag 18 Klos geputzt??? und 18 Waschbecken und Badewannen und erst die ganzen Betten...). Die Hauptanlage mit den Hotelzimmern ist hier quasi an die Klippe gebaut, was natuerlich wunderhuebsch ist, aber jede Menge Treppen bedeutet. Weil man in jedem Zimmer Handtuecher usw. austauschen muss und dazu immer mindestens 1 Treppe hoch oder runter muss. Und wenn man dann erst seinen Besen und seinen Wischmop und seinen Muellsack und seinen Waeschesack dabei hat, kann man gleich drei mal gehen. Aber es ist ganz definitiv Welten besser als Fruit Picking.
am Anfang war es ein bisschen schwierig, die ganzen chemikalien auseinander zu halten, aber das ging dann schnell. Schwieriger war es, sich nicht zu verlaufen (wie gesagt, es ist hier sehr gross und die Blocks mit den Hotelzimmern sehen natuerlich nicht wirklich verschieden aus).
Die schoenen Momente sind immer dann, wenn man die Leute in ihren Zimmern trifft und sie nur einen Handtuchwechsel wollen...Wonach man sie natuerlich mehr oder weniger suggestiv fragt...
wir muessen von unserer Unterkunft mit einem Bus zu den Hotelzimmern fahren (der Bus bringt auch die Gaeste zu den 3 Restaurants und zu den Tennisplaetzen und Golfplaetzen usw)
Womit wir beim Thema freizeit waeren: Wir waren hier schon ziemlich oft Tennis spielen (ich bin allerdings immer noch extrem schlecht), Golf spielen, wandern, schwimmen, Kayak fahren, Bogen schiessen...Es gibt hier auch so ein Trampolin, wo man so bungy-maessig angebunden wird (habt ihr sicher alle schon mal gesehen), wo dann sogar ich Vorwaerts- und Rueckwaertssalto hinkriege
Und das alles umsonst Nebenbei: das Essen ist auch sehr gut, ein warmes + kaltes Buffet drei mal am Tag.. was de Nebeneffekt hat, dass man merklich zunimmt... aber man kann ja dann Tennis spielen gehen.
Ist also soweit ziemlich cool, aber ich habe mich trotzdem entschieden, wie geplant im Oktober nach Alice Springs weiterzureisen. Etwas, was mich hier echt stoert ist, dass hier so viele Deutsche sind und ich merke, dass mein Englisch wieder schlechter wird. Kann ja naechstes Jahr, wenn ich die Ostkueste hochreise, nochmal hier vorbeikommen. Aber ich mag auch das Housekeeping nicht so sehr, weil man oft so viel zu tun hat, dass man es gar nicht richtig schafft
Weil ich gerne mehr als 8 h am Tag arbeiten wollte, habe ich hier schon als dishwasher gearbeitet und als waitress ( es ist aber nicht wirklich kellnern, weil es ein Buffet gibt und man "nur" ganz viele Teller abrauemen und die Tische eindeken muss. Also eher eine gute Uebung im Teller tragen. )Das ist beides nicht so anstrengend wie Housekeeping und weil ich eigentlich Housekeeper bin, wird es als "Multi Hire" bezeichnet und besser bezahlt. Ist aber halt nur gelegentlich und der normale Stundenlohn von 13,86 $ ist nicht so ueppig.
Aber ich will euch jetzt nicht mit noch mehr Details von meiner Arbeit nerven und ich bin zu faul, noch mehr zu schreiben.

3 Kommentare 30.9.06 14:54, kommentieren

Vorgestern bin ich von meinem Segeltrip zurueckgekommen... Es war einfach toll. Wegen den Erzaehlungen von anderen hatte ich mich darauf eingestellt, auf so ein „Partyboot“ zu kommen, wo die ganze Zeit getrunken wird. Am Ende waren dann aber gar keine anderen Backpacker da nur so „normale“ Reisende und eine ganze Menge Australier, die halt einfach eine Weile Urlaub hatten. Zum glueck waren es auch einigermassen junge Leute und es war auch mal wieder schoen, einfach abends mit Leuten zusammenzusitzten, ohne dass sich fast alle total betrinken. Es waren ungefaehr 15 Leute auf dem Boot (und die Crew), aber es haetten angeblich 25 draufgepasst (keine Ahnung, wie). Das Boot war toll, ein Yacht, aber mit richtig viel Platz an Deck (man konnt also den ganzen Tag in der Sonne liegen ). Dafuer war es unter Deck ziemlich eng, es gab eigentllich nur einen grossen Raum mit Betten an den Seiten und nicht mal eine Sitzecke oder so, man musste also die ganze Zeit draussen sein, was abends schon ziemlich kalt war. Und man konnte nur kalt duschen. Nach ein paar Stunden Tauchen und Schnorcheln will man nichts mehr als eine warme Dusche...
Das Tauchen und Schnorcheln war einfach genial! Es hatte auch irgendwie so was unwirliches, die Korallen und vor allem die Fische, die man so von standardfotos kennt, wirklich zu sehen... So, als haette ich nicht wirklich dran geglaubt, dass es das gibt. Gibt es aber ... Und, was man gleich dazu sagen muss, dass die Fotos nicht annaehernd zeigen koennen, wie es wirklich ist. Vor allem, weil die Korallen quasi ganze Landschaften bilden, die man unter Wasser halt nicht wirlklich fotografiern kann. Es haengt aber auch sehr von der Stelle ab, an der man taucht. Am ersten Tag war ich eigentlich ein bisschen enttaeuscht, weil es nicht so viel zu sehen gab, aber am zweiten Tag.... Ich hatte dann auch Schwimmflossen, die besser gepasst haben, und hatte endlich den Trick raus, wie man das Wasser aus seinem Schorchel pusten kann. Was auch gut war, weil es windig war und die Wellen schon etwas hoch, wenn man bedenkt, dass man durch eine 30 cm lange Plastikroehre atmet
Das Tauchen war auch genial, aber ich brauchte schon eine Weile, um mich an das ganze Zeug zu gewoehnen. Man kriegt so einen Guertel mit Gewichten, damit man nicht die ganze Zeit an der Oberflaeche duempelt, und die Sauerstoffflasche ist auch ganz schoen schwer, man kann sich also nicht so muehelos im Wasser bewegen wie beim Schnorcheln. Und man muss, warum auch immer, ununterbrochen ein-und ausatmen, woran man sich auch gewoehnen muss. Deshalb will ich unbedingt noch oefter tauchen, um es dann noch mehr geniessen zu koennen und ich nicht so auf die Technik konzentrieren zu muessen.
Es war auch sehr gemuetlich, auf dem Boot zu schlafen, weil es bei den mesiten Inseln keine Haefen gibt. Man ankert dann halt in einer Bucht so 200 Meter vor der Kueste, so dass es gemuetlich schaukelt... Man konnte auch an Land campen, aber warum geht man dann eigentlich segeln. Seekrank war gar keiner, nicht mal am letzten Tag, wo es sehr windig war. Da war unser Segeltoern in Holland echt gar nichts! Hat auf jeden Fall richtig Spass gemacht. Aber man ware nach 20 Minuten trotz Regenjacke komplett durchgeweicht, was dann im Wind natuerlich auch kalt war. Aber danach konnt man ja im hostel warm duschen Am letzten Tag habe ich dann meiner Kamera zuliebe auch keine Fotos gemacht, obwohl wir gerade da ganz viele Schildkroeten gesehen haben. Vorher haben wir auch Wale gesehen und Stachelrochen und viele bunte Fische... dann haben wir vom Boot aus Fische gefuettert. Das heisst, es kamen Fische ganz dicht an die Oberflaeche, was Seeadler angelockt hat, die dann direkt neben unserem Boot waren... Wir konnten auch auf zwei Inseln aussteigen und rumlaufen und waren zwei Stunden am Whithaven Beach... Ausserdem konnten wir vom Boot aus schwimmen gehen, das war ziemlich cool. Das Wasser sieht immer so blau und einladend aus.

Danach kam erst mal die unangenehme Ueberraschung, dass die Leute in dem schoenen billigen Hostel (12 $ pro Nacht und es ist eher wie eine grosse WG) meine Buchung verplant hatten, so dass ich umziehen musste. Ich wollte dann eigentlich gleich nach Townsville, hab mich aber zum Glueck entschieden, noch einen Tag laenger zu bleiben, denn am naechsten Morgen habe ich einen Anruf bekommen, dass ich auf einer der Inseln hier (Lindeman Island) in einem Hotel arbeiten kann. Wahrscheinlich hauptsaehclich putzen, aber vielleicht auch ein bisschen im Restaurant arbeiten. Und alles ist besser als Fruit Picking.
Am lustigsten ist eigentlich, wie ich den Job bekommen habe (nachdem ich eine ganze Weile erfolgslos gesucht habe). Eine der angenehmen Seiten daran, so in der Provinz zu leben, ist, dass man am Ende sogar die Busfahrer kennt (man bedankt sich hier uebrigens beim Aussteigen immer beim Busfahrer)... Mit dem einen habe ich mich darueber unterhalten, dass ich einen Job suche. Er hat mich dann ein paar Tage spaeter gefragt, ob ich schon was habe, und als ich nein sagte, meinte ein anderer Mann im bus, der zugehoert hatte, dass er auf Lindeman Island arbeitet und dort noch Leute gebraucht werden und hat mir dir Telefonnummer gegeben.... Gestern habe ich dann im Hostel beim Essen einen Jungen kennengelernt, der auch aus Berlin kommt und auch heute nach Lindeman Island zum Arbeiten faehrt...
Werde dann also heute nachmittag mit der Faehre dahin fahren und dort auch wohnen. Weiss noch nicht, ob ich Internet habe oder ueberhaupt Empfang mit meinem Handy. Also, wenn ihr mich nicht anrufen koennt, heisst das nicht zwangslauefig, dass ich von einem Hai gefressen wurde oder so.
Weil der Computer hier ewig braucht, hab ich es nicht geschafft, alle Fotos hochzuladen und ich muss jezt bald zur Faehre... Gibt jezt also noch nicht so viel zu sehen. Es muesste aber eine Karte dabei sein, wo unsere Segelroute zu sehen ist... Ok, der Computer spinnt hier wirklich..es ist est nur das Foto mit der Route...

3 Kommentare 14.9.06 06:22, kommentieren